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Kultur der Ureinwohner

NAmerDancer_BW_hi_2.jpgDurch ihren Beitrag zum reichen kulturellen Gewebe Arizonas bieten die 22 indianischen Stämme bzw. Nationen eine stolze, eindrucksvolle Zusammenstellung indianischer Kulturstätten, Städte und Besuchsziele. Mehr als 25 % des Bundesstaates Arizona wurde Indianerreservaten zugewiesen, und so üben nach dem Grand Canyon die Stammesgemeinschaften die größte Anziehungskraft auf Besucher aus.

In einigen der Nationen bieten sich Flüsse und Canyons, die zum Wandern, Radfahren, Rafting und Klettern hervorragend geeignet sind. Andere wiederum befinden sich am Rande von Großstädten und laden in ihre Kasino-Resorts, Fünf-Diamanten-Restaurants und atemberaubenden Landschaften ein, die von Phoenix selbst aus nur einen Katzensprung weit entfernt sind.

Die Navajo-Nation erstreckt sich über 70 000 Quadratkilometer unvergleichlicher Landschaften, die in vielen Filmen wiederkehren. Die Nation ist größer als zehn der 50 Staaten Amerikas. Die Indianerstämme des Colorado River – die Mohave, Chemehuevi, Hopi und Navajo – teilen sich nahezu 1214 Quadratkilometer Land, das entlang des Colorado River verläuft, der die natürliche Grenze zwischen Arizona und Kalifornien bildet. Arizona ist auch die Heimat der Havasupai, dem isoliertesten Indianerstamm der USA. Postsendungen werden den Havasupai noch immer per Maulesel zugestellt, da sich der Lebensbereich dieses Stammes im Tal des Grand Canyon inmitten atemberaubend schöner blaugrüner Wasserfälle befindet.

Indianische Ruinen

Besh Be Gowah Archeological Park: Entdecken Sie ein 700 Jahre altes Pueblo der Salado-Kultur und klettern Sie auf Leitern zu den Räumen des zweiten Stockwerks herauf, um die typischen Einrichtungsgegenstände der Epoche anzusehen. Verschiedene Artefakte dieser erstaunlich fortschrittlichen Kultur sind im Besh-Ba-Gowah-Museum ausgestellt. Als einer der bedeutsamsten archäologischen Funde des Südwestens sehen Besucher ein Salado-Dorf, das als eines der größten und komplexesten angesehen wird. Die Salado-Kultur wird als kulturelle Periode der Jahre 1150 bis 1450 im Tonto-Becken angesehen. Das Dorf befindet sich 1,5 Meilen (ca. 2,4 km) südwestlich von Globe.

Das Canyon de Chelly National Monument, „d'Schei“ ausgesprochen, umfasst mehr als 2500 archäologische Stätten, deren Ursprünge sich auf den Zeitraum zwischen 1500 v. Chr. und 1350 n. Chr. zurückführen lassen, und wird als eine der ältesten fortwährend besiedelten Stätten Nordamerikas betrachtet. Unter diesen Stätten befinden sich mehrere Hundert Dörfer der Anasazi-Indianer sowie dramatisch gemauerte Felsenwohnstätten, die in die Höhlen und Vertiefungen der Canyonwände eingelassen sind. In der Mitte des Navajo-Indianerreservats gelegen ist es auch heute noch das Zuhause vieler Navajo, die im Canyon leben und sich dessen Ressourcen zunutze machen. Als beachtenswerte Stätten gelten White House Ruin, eine der bekanntesten und beeindruckendsten der Anasazi-Felsenwohnungen, Mummy Cave, eine große Felsenwohnung mit einem dreistöckigen Turm, die von 300 bis 1300 bewohnt wurde, sowie Antelope House, nach den zahlreichen bunten Antilopen-Malereien benannt. Außer auf dem Pfad vom White House Overlook bis zur White House Ruin, den Sie selbstständig erkunden können, müssen alle Besucher von einem Park-Ranger oder einem autorisierten Parkführer begleitet werden. Drei Meilen (ca. 4,8 km) östlich von Chinle gelegen.

Casa Grande Ruins National Monument: Dieses Kulturdenkmal ist eine der faszinierendsten prähistorischen Ruinen der Vereinigten Staaten. Es wurde zwischen 1150 und 1350 von den Hohokam-Indianern im Gila-Tal errichtet und umfasst 60 prähistorische Stätten, einschließlich des Great-House-Komplexes. Das vierstöckige Gebäude und die darum herum verstreuten Bauwerke wurden möglicherweise als Wohn- oder Zeremonienstätte benutzt oder vielleicht sogar als astronomisches Observatorium. Im Jahr 1892 wurde es als erste archäologische Stätte der Vereinigten Staaten unter Schutz gestellt. Ein Besucherzentrum bietet interpretierende Ausstellungen. Befindet sich in Coolidge, abseits der AZ 87, etwa 50 Meilen (ca. 80 km) südöstlich von Phoenix.

Casa Malpais: Als eine der zuletzt datierten Mogollon-Stätten wurde diese Anlage um 1250 errichtet und bis etwa 1440 bewohnt. Einzigartige ungewöhnliche Merkmale kennzeichnen die Stätte, was auf das als „Badlands“, Ödland, bekannte vulkanische Lavafeld zurückzuführen ist, das die Stätte umgibt. Das Great Kiva ist der sorgfältig aus vulkanischem Gestein errichtete Mittelpunkt der Anlage. Eine steile, in eine Spalte der hohen roten Felsenwand eingefügte Basalt-Treppe führt auf die Mesa hinauf. Die Stätte befindet sich 1 Meile (ca. 1,6 km) westlich von Springerville.

 

Hohokam Pima National Monument: Hier wurde vom Kongress am 21. Oktober 1972 dazu beauftragt, das antike Hohokam Dorf bekannt unter dem Namen "Snaketown" zu erhalten. Die Ausgrabungen in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts und später in den 60-er Jahren haben gezeigt, das die Anlage von cirka 300 v.Chr. bis etwa 1200 bewohnt war und bis zu 2,000 Einwohner hatte. Der letzten Ausgrabung folgend, wurde die komplette Anlage so mit Erde bedeckt, dass nichts darüber sichtbar war. Das Monument befindet sich auf dem Land der Gila River Indianer and ist unter ihrem Stammesbesitz. Die Gemeinde er Gila River Indianer entschied sich dafür das hoch sensible Gebiet nicht der Öffentlichkeit zu öffnen. Es gibt dazu keine Parkbroschüre, keinen Stempel im Reisepass, keinen Bilderstempel oder anderes freies Prospektmaterial.

Kinishba Ruins: Kinishba ist eine große Pueblo-Ruine, die neun gemauerte Gebäude umfasst, die zwischen 1250 und 1350 von der präkolumbianischen Mogollon-Kultur errichtet wurden. Das Pueblo befindet sich im oberen Bereich eines grasbewachsenen Tales und wies ursprünglich 400-500 ebenerdige Räume innerhalb zwei- oder dreistöckiger Bauwerke auf. Zu seiner Blütezeit beherbergte Kinishba möglicherweise bis zu 1000 Bewohner. Die Ruine befindet sich 7 Meilen (ca. 11 km) südwestlich von Whiteriver und ist über eine unbefestigte Straße zu erreichen.

Montezuma Castle National Monument Von prähistorischen Sinagua-Indianern im frühen 12. Jahrhundert erbaut, erhielt dieses Kulturdenkmal seinen Namen von den angloamerikanischen Siedlern, die fälschlicherweise annahmen, dass es von aztekischen Indianern erbaut worden war. In einem Felseinschnitt 30 m oberhalb des Verde Valley erhebt sich das Montezuma Castle, ein fünfstöckiges Pueblo mit 20 Räumen, deren Stil mit den für den Südwesten typischen Anasazi-Wohnstätten vergleichbar ist. In der Nähe gelegen befindet sich Castle A, ein am Fuß des Felsens erbautes Pueblo mit 45 Räumen. Montezuma Well, direkt nördlich der Pueblos, ist ein großes Kalksteinbecken, das von den Pueblobewohnern als Bewässerungsquelle verwendet wurde. Das Monument befindet sich nördlich von Camp Verde, abseits der I-17.

Navajo National Monument: Das Monument umfasst drei ausgedehnte prähistorische Felsenwohnstätten der Anasazi-Indianer und wurde zwischen 1200 und 1300 errichtet. Keet Seel, mit mehr als 160 Räumen einschließlich sechs Kivas, gilt als größte Felsenwohnstätte Arizonas. Die Betatakin-Ruine enthält 135 Räume, einschließlich Wohnquartieren, Getreidespeicher und einer Kiva, und das Inscription House, die kleinste der drei Wohnstätten, umfasst 44 Räume, mehrere Getreidespeicher und eine Kiva. Das Monument befindet sich 30 Meilen (ca. 48 km) südwestlich von Kayenta.

Petrified Forest National Park: Berühmt für seine landschaftlich reizvollen Naturwunder befinden sich in diesem Park auch verschiedene faszinierende Kulturstätten wie der Newspaper Rock Petroglyphs Archeological District, der eine bedeutende Sammlung präkolumbianischer indianischer Felszeichnungen aufweist. Sie finden eine Vielfalt graphischer Elemente auf den Felsen, einschließlich verschiedener menschlicher und tierischer Formen. Zu erwähnen sind auch die Felszeichnungen der Puerco-Ruine, eines Pueblo-Dorfkomplexes der Anasazi (1250 bis 1350), der mehr als 100 Räume und Kivas enthält. Die auf den Felsblöcken angebrachten Zeichnungen führen zu den Gebäuden innerhalb des Dorfkomplexes. Der Nationalpark ist zwischen Navajo und Holbrook an der I-40 gelegen.

Pueblo Grande Ruins: Diese umfangreiche prähistorische Dorfanlage der Hohokam-Indianer wurde im Zeitraum zwischen 100 und 1450 bewohnt und enthält Ausstellungsstücke der Kultur des Hohokam-Volkes. Die Hohokam, nachhaltig durch den Kontakt mit Mexiko beeinflusst, erbauten einen Platz für Ballspiele nach mittelamerikanischem Vorbild sowie eine große gemauerte Hügelplattform, die von Wohnstätten aus Caliche und Backstein umgeben war. Der Hügel bedeckt eine Fläche von 1,3 Hektar und erreicht eine Höhe von sechs Metern. Ein selbstständig erkundbarer Pfad führt zur Ruine. Die Ruine befindet sich in Phoenix.

Tonto National Monument: Mit seinen drei prähistorischen, im Zeitraum zwischen 1250 und 1300 errichteten Felsenwohnstätten der Salado-Indianer besteht das Kulturdenkmal aus der Upper Ruin (der oberen Ruine) mit 32 ebenerdigen Räumen sowie acht Räumen im zweiten Stockwerk, der Lower Ruin (der unteren Ruine) mit 16 ebenerdigen Räumen und drei Räumen im zweiten Stockwerk, sowie dem Lower Ruin Annex (dem Anbau an die untere Ruine). Der Ort weist noch mindestens 62 weitere Stätten von historischem Interesse auf. Das Monument befindet sich 31 Meilen (ca. 50 km) nordwestlich von Globe, an der AZ 88.

Tuzigoot National Monument: Überreste eines prähistorischen Pueblos der Sinagua-Indianer und zwischen 1125 und 1400 erbaut, liegt das Pueblo auf dem Gipfel eines steilen Hügels, der den Verde River überblickt. Das Volk der Sinagua waren sesshafte Bauern, die archäologischen Anzeichen zufolge Bewässerungsanlagen für den Ackerbau einsetzten. Das Pueblo bestand ursprünglich aus 86 ebenerdigen Räumen, von denen einige zwei Stockwerke aufwiesen. Der Zugang zu den Räumen erfolgte über Leitern durch die Dachöffnung. Die Überreste befinden sich 2 Meilen (ca. 3,2 km) nördlich von Cottonwood, abseits der Alternate Route (Ersatzstraße) 89.

Walnut Canyon National Monument: Dieses Kulturdenkmal umfasst mehr als 240 prähistorische Stätten der Sinagua-Indianer einschließlich Grubenhaus-Dörfern, die zwischen den Jahren 500 und 800 errichtet wurden, sowie verschiedene, aus mehreren Räumen bestehende Felsenwohnstätten und Feldhäuser mit einzelnen Räumen. Zwischen 1125 und 1250. Ein selbstständig erkundbarer Pfad führt an 25 Felsenwohnstätten vorbei, und ein anderer Pfad folgt dem Rand des Abhangs. Das Monument befindet sich 7,5 Meilen (ca. 12 km) östlich von Flagstaff, abseits der I-40.

Wupatki National Monument: An diesem Ort finden sich nahezu 2700 archäologische Stätten, die vorwiegend auf die Sinagua und Anasazi aus dem Zeitraum um 100-1250 zurückgehen. Die beiden größten Wohnstätten, zwischen 1100 und 1250 errichtet, sind Wupatki mit bis zu 100 Räumen, die an die Mesa anlehnend und oben auf der Mesa gebaut wurden, sowie Citadel, ein aus 50 Räumen bestehendes Bauwerk, das einen Platz im Mittelpunkt fast vollständig umgibt. Das Kulturdenkmal umfasst auch zahlreiche kleinere Pueblo-Ruinen, Grubenhäuser, Reservoirs, Felszeichnungen und einen gemauerten Platz für Ballspiele. Das Monument befindet sich 35 Meilen (ca. 56 km) nördlich von Flagstaff, abseits der U.S. 89.