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Nord-Arizona

Machen wir keinen Hehl daraus: Der Grand Canyon ist in Arizona die unumstrittene Nummer 1 der Reiseziele – oder vielmehr in den gesamten Vereinigten Staaten. Es gibt einen guten Grund dafür, ihn als eines der sieben Wunder der modernen Welt zu bezeichnen: Sein außergewöhnlich schönes, überwältigendes Landschaftsbild wird durch kein anderes auf der Welt übertroffen. Der Grand Canyon stellt natürlich nicht die einzige Besucherattraktion in Nord-Arizona dar … dafür aber die großartigste. Jenseits der Wände des Canyons lockt eine abwechslungsreiche Reihe attraktiver Ortschaften, die inmitten von Kiefernwäldern oder in der Hochwüste liegen. Also, steigen Sie ein!

Flagstaff.jpgFlagstaff und darüber hinaus

Nur 140 Meilen (225 km) nördlich von Phoenix liegt Flagstaff, auf einer atemberaubenden Höhe von 2133 m. In dieser Stadt zeigt Arizona ein ganz anderes Gesicht – es gibt hier weder Wüste noch Kakteen. In Flagstaff finden Sie ein bedeutendes College, die Northern Arizona University, Hügel voller Sommerwildblumen und hoch emporragende Gelbkiefern, die eine Höhe von bis zu 24 m erreichen können. Im Winter bietet sich ein Ski-Resort an, der Arizona Snow Bowl, dessen Lifte Sie auf eine Höhe von 3505 m bis in die San Francisco Peaks hinauftragen.

Vom Frühling bis in den Herbst eignen sich die Seen um Flagstaff für Bootsfahrten sowie zum Angeln und Wasserskifahren. Der Coconino National Forest und die San Francisco Peaks (Arizonas höchste Gipfel) bieten unzählige Meilen anspruchsvoller Wander- und Mountainbikewege. Sportkletterer befinden sich an Basalt- und Kalksteinfelsen in ihrem Element.

Diese an der Route 66, der „Mother Road of America“ („Mutterstraße Amerikas“) gelegene interessante Universitätsstadt hat das Flair eines kleinen Ortes, bietet jedoch viele der Vorzüge einer modernen Großstadt. In der Stadtmitte Flagstaffs laden hübsche Läden, Galerien, kleine Brauereien, Straßencafés und Bistros zum Verweilen ein, und hier gibt es auch zahlreiche so genannte Trading Posts, Handelsposten, über die indianische Kunsthandwerker direkt ihre Waren absetzen. Halten Sie nach guten Angeboten zu indianischen Schmuckwaren, Decken, Töpfereien und Körben Ausschau sowie nach Andenken des Südwestens.

Flagstaff beherbergt auch einige Museen und wissenschaftliche Ausstellungen. Das Museum of Northern Arizona ist weltweit für seine umfangreiche Ausstellung indianischer Artefakte bekannt. Es stellt auch die Pioniergeschichte Flagstaffs sowie die geologische Geschichte des Colorado-Plateaus einschließlich des Grand Canyons dar. Zwei weitere nahe gelegene Besucherattraktionen sind der Walnut Canyon, die Stätte der Felsenwohnungen der Sinagua aus dem 14. Jahrhundert, sowie das Wupatki National Monument, wo die Ruinen der roten Sandsteinhäuser Aufschluss über das frühe Leben von Indianerstämmen geben. Lesen Sie weiter über die Ureinwohner in Arizona.

Auf einem westlich der Stadt gelegenen Tafelberg, einer Mesa, befindet sich zum Erkunden ferner Gestirne das Lowell Observatory, eines der besten Observatorien des Landes. Der Gründer Lowell Percival untersuchte den Planeten Mars, und ein anderer Astronom, Clyde Tombaugh, entdeckte in dieser Sternwarte im Jahre 1930 den Pluto. Wenn Sie Ihren Blick von oben nach unten schweifen lassen, sehen Sie das Sunset Crater National Monument, den Ort, an dem vor fast 1000 Jahren ein Vulkanausbruch gewaltige Lavafelder hinterlassen hat.

Ein Stück weiter westlich, 30 Meilen (48 km) die Interstate 40 hinunter, liegt die Stadt Williams, die am besten als Tor zum Grand Canyon bekannt ist. Die meisten Besucher legen hier einen Halt ein, bevor sie ihre Fahrt gen Norden fortsetzen, und einige Reisende besteigen in diesem Ort einen Zug der Grand Canyon Railway. In jedem Falle lohnt sich ein Besuch der hübschen Innenstadt, die sich vor dem Williams Depot auffächert.

001802_lo.jpgGrand Canyon Nationalpark

Englischsprachige Liebhaber von Ratespielen und Witzen beantworten diese Frage ganz besonders gern: „What’s the greatest rock group of all time?“ Antwort: Die größte „Rockgruppe“ (d. h. „Felsengruppe“) aller Zeiten ist der Grand Canyon. 220 Meilen (354 km) nördlich von Phoenix entfaltet sich der Grand Canyon als 446 km Kilometer langes Naturkaleidoskop, das im Laufe von fast zwei Milliarden Jahren seine spektakulären Formen angenommen hat. Seine Schönheit lässt sich nicht mit Worten beschreiben.

Nahe des Südeingangs bildet das Grand Canyon Village mit seinen Campingplätzen, Läden, Museen und einer Eisenbahnstation den sozialen Angelpunkt des Parks. Das Village ist auch Ausgangspunkt für viele der am besten zugänglichen und Aatem beraubendsten landschaftlichen Ausblicke wie beispielsweise den Mather Point, der sich in vier Meilen (6,4 km) Entfernung vom Südeingang befindet. Hier können Sie tief in den Abgrund spähen und etwa ein Viertel des gesamten Canyons überblicken. Wenn Sie Gelegenheit haben, den etwas höher gelegenen, wesentlich abgeschiedeneren North Rim zu besuchen, der von Mitte Oktober bis Mitte Mai für die Öffentlichkeit unzugänglich ist, werden Sie kühlere Temperaturen feststellen und weniger Menschen begegnen.

Die meisten der jährlich fünf Millionen Besucher ziehen es vor, den Canyon zu Fuß zu erleben, wie beispielsweise durch eine Wanderung auf dem Bright Angel Trail hinab ins Tal des Canyons. Andere wiederum unternehmen eine Rafting-Tour auf dem Colorado River, der durch das Bett des Canyons rauscht. Es bietet sich auch die Möglichkeit, mit dem Zug anzureisen und den Canyon auf dem Rücken eines Maulesels oder per Helikopter zu erkunden.

Ganz gleich, auf welche Weise Sie ankommen, wie lange Sie bleiben oder wie Sie Ihren Aufenthalt gestalten, an Ihren ersten Blick über die Farbschattierungen der Felsformationen oder hinunter in den tiefen Canyon werden Sie sich Ihr Leben lang erinnern. Lesen Sie mehr über den Grand Canyon.

Four Corners Country

Nördlich des Grand Canyon befindet sich die Glen Canyon National Recreation Area, die für den Glen Canyon Dam und den daraus entstandenen riesigen Lake Powell bekannt ist. Hausboote sind eine beliebte Art, die smaragdgrünen Gewässer des Stausees zu erkunden, doch sind es die fantastischen, durch Erosionen geformten Gesteins-Canyons und Felsenaufschlüsse um einen herum, die diesen Ort so fotogen machen, besonders das Rainbow Bridge National Monument, eine massive Sandsteinbrücke, die eine der vielen Buchten des Lake Powell überspannt.

Nordost-Arizona ist förmlich gesegnet mit unzähligen Möglichkeiten zu Abstechern – ob in Richtung von Stammesland oder zum Entdecken von Naturwundern. Viele dieser Orte befinden sich nur einen Steinwurf von Four Corners entfernt, der einzigen Stelle in den Vereinigten Staaten, an der vier Staaten an einem Punkt zusammenlaufen.

Gleich östlich des Grand Canyon erreichen Sie Tuba City, die Schwelle zu den Stammesnationen der Navajo und Hopi. Beide Nationen heißen Besucher willkommen und laden zur Erkundung verschiedener kultureller Anziehungspunkte ein, die von indianischer Geschichte durchdrungen sind, wie z. B. das Navajo National Monument, deren „Keet Seel“ und „Betatakin“ zwei der best erhaltendsten, großartigsten prähistorischen Ruinen im Staat darstellen.

Fünfundzwanzig Meilen (40 km) in nordöstlicher Richtung des Navajo County befindet sich der Monument Valley Navajo Tribal Park, eine fast überwältigend eindrucksvolle Landschafsform emporragender Spitzkuppen, „Butte“ genannt, abgetragener Mesas und skulpturenartiger Spitzen, die schon für Dutzende von Kinofilmen, Fernsehsendungen und Werbungen eine atemberaubende Kulisse boten. John Wayne, Clint Eastwood und Tom Hanks (als Forrest Gump) hinterließen hier ihre Fußspuren.

Wenn Sie weiter in Richtung Südosten fahren, bietet sich Ihnen die nächste landschaftliche Überraschung beim Anblick des Canyon de Chelly National Monument, außerhalb des Orts Chinle. Die meisten Bereiche des Kulturdenkmals dürfen nur in Begleitung eines Navajo-Führers besucht werden. Die White House Ruin können Sie jedoch selbstständig erkunden, eine erstaunliche Höhlenwohnstätte, die die Vorfahren des Pueblo-Volkes in die Wände des Canyons hineinbauten.

North by Northeast

Nach den Trekking-Touren durch die einzigartigen Felsformationen der Hochwüste freut sich das Auge auf der Reise in Richtung Süden über sattes Grün, wo die Orte Pinetop, Lakeside und Show Low in den White Mountains zusammenlaufen. Während der Wintermonate betreibt der Stamm der White Mountain Apache das Sunrise Ski Resort. Im Sommer gelten Golf, das Angeln nach Forellen und Picknicks als beliebte Freizeitaktivitäten.

Die faszinierende Vielfalt Nord-Arizonas kommt auf unseren beiden letzten Reisestationen zum Ausdruck, dem Petrified Forest bei Holbrook und dem Meteor Crater in der Nähe von Winslow. Felsmalereien, Felszeichnungen der Anasazi, uralte Ruinen und versteinerte Baumstämme, deren starke Farben im Verlauf der Zeit durch Mineralablagerungen entstanden sind, stellen Höhepunkte eines Besuchs des Petrified Forest National Park dar. Die Fahrt durch den 27 Meilen (43 km) langen Park geht weiter nach Norden, wo sich die faszinierende Painted Desert mit ihren kahlen, verlassenen und windgepeitschten Ebenen erstreckt, deren Kargheit gelegentlich durch leuchtende, von Mineralien durchdrungene Farbtupfer unterbrochen wird.

„I’ve been standing on a corner in Winslow, Arizona“ – „Ich stand an einer Ecke in Winslow, Arizona“ – sangen die Eagles in ihrem Hit „Take it Easy“ aus dem Jahr 1972, doch der Zustand des Stehens geht früher oder später in den Zustand des Fahrens über, und so geht die Fahrt jetzt weiter in Richtung Westen, wo wir nach 20 Meilen (32 km) bei Meteor Crater ankommen, dem ersten und besterhaltendsten Krater der Welt, der bewiesenermaßen durch den Einschlag eines Meteoriten verursacht wurde. Diese gähnende Vertiefung misst 1219 m im Durchmesser und ist 174 m tief. Ihr umgebender Rand ragt 46 m über die Ebene hinaus.

Nach dem Besuch des Kraters führt eine 45 Meilen (72 km) lange Fahrt in Richtung Westen zurück nach Flagstaff – von wo aus Sie Ihr Nord-Arizona-Abenteuer noch einmal ganz von vorn beginnen können.